Einträge tagged ‘gedicht

13
Nov
09

stetig pränatal souffliertes

stetig pränatal souffliertes trüffelgarniert in den nabel
stecken & stopfen [haute cuisine fürs gemüt] folglich
eine urne: zum bersten gefüllt, diese drückende zeit
heimat als sozialität bricht aus buden im hinterhof
-halt! oder ich isoliere sie [nach der herzklappe
links] provenienzen in der asservatenkammer
abgelegt & eingekellert. was nicht vernichtet
wird versteigert [sammlerwert, mindestens]
man subsumiert sich so 24/7 & wir stülpen
die foie gras aufs juvenile publikum

04
Okt
09

gräbermond

gräbermond, steiniger. steht so ungeheuer oben
am narbenhimmel ein abgenagtes gedichtmotiv
……………………………………………………die augen
zwei aufgerissene sperrangeln,
…………………………….entgliedertes gestirn;

unweit wohl ein ländliches idyll:

vor dem starkstromzaun blühen die kühe
& unter den fingernägeln auch
ein wenig neuschnee.

hinter küchenfenstern dereinstes geküsse dösen
die messer in ihren schubladen

…………& wir halten wache

20
Aug
09

dat frömdelt in den randgebieten

dat frömdelt in den randgebieten

stört kein fisch den kanal: nur ein katzensprung oder drei
orchestern die gemeindeglocken,  sie angeln im trüben
gesellige ratten, eine bürgermeisterin  & treurote
trabanten – verwelkter pappenstiel. wir pendeln uns
das hirn aus dem fachwerk, den madenmäulern

zerflüssigte adoleszenz, diese nuits blanches
in der provinz, sup di dun un frät di dick oder
verortung hinter bauernmauern: es findet sich
ein stoppelfeld als startbahn

18
Aug
09

haiku 2

augnmaserung;
brennbares abzulesen.
ich starrte & las

06
Aug
09

Dresden wars:

Dresden wars:

verschiedene Lichtstücke

in einer fastfood-Packung: worst-case-szenario im 21. Jahrhundert

leben_in einem kapitalistischen Kult und dann fällt die Strandsimulation aus/ schade dass
die Bourgeoisie ihre Fingernägel krummnackig vom Sand entsuhlt, statt offem Himmel.
Steh darüber das Geländer gebeugt u. beäuge – meine Rotze die Ramazzotti-Schirme ätzt.
Die Stadt entsinkt mir schon immer und M. Dreht sich weg u. gröhlt: „Wir verflüchtigen uns.“
schon sind wa Dunstecken u. brechen Nasenbeine u. er meint das wäre mal keine Folklore
voll wie er ist. Sage: nee, sage nu, sage och wäre der Standpunkt ein besserer. Das wars
Dresden

vor der Jungsteinzeit.

04
Aug
09

apotropäisches i

apotropäisches i

tiefer gehängtes überland. leitungen, gleise. ein untergang
in halmen. weitere hinweise auf die jahreszeit folgen. hin-
gegen fehlen diese edlen wälder ringsum, nur der blaustich
horizontal brav aufgetragen. aktuell. gerendert. striemen in
händen die halten. ein schweinehals, kakophon. mit strick.
ein hammer als schmerzmittel. wies blut schwerkraftet
zum bogen zur schüssel das gewisse je ne sais quoi. ein aus-
(muskel wird fleisch) schnitt darunter: ums auge genau
am ohr. die zunge fürn hund noch. alle sinne verlieren
sich nachtens zwischen        und leerstelle, nach-
koloriert vorm satellitenfernsehen im sessel, al jazeera english
ein interview ein brandenburger tor. gedacht, die natur
gedichte lägen hinter mir. dementsprechend relevanteres:
anspielungen auf cervantes wo es nur geht. allein des klangs
wegen. ein zweckentfremdeter kinderwagen, schon einige
stunden richtung reichtum geschoben. lumpensammler, falsches
jahrhundert. von parkbank zu parkbank. farben der fassaden
verbleiben in der dämmerung. eine eingeschlagene scheibe
am kfz. zurück zur wohnung. reminiszensen an meine väter
in welchem kirchenverzeichnis. rührei mit hirn vom schwein




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